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Wie du aus einer 60 cm wand und ikea besta in wenigen stunden ein multifunktionales eingangsregal baust

Wie du aus einer 60 cm wand und ikea besta in wenigen stunden ein multifunktionales eingangsregal baust

Als ich neulich vor einer eng geschnittenen Eingangsfläche stand, wusste ich: Hier muss etwas Schlaues her, das Stauraum, Ablagefläche und eine praktische Alltagshilfe in einem vereint. Die Wand ist nur 60 cm breit, Platz ist knapp — aber mit einem IKEA Besta-Element und ein paar einfachen Materialien habe ich in wenigen Stunden ein multifunktionales Eingangsregal gebaut, das genau das leistet. In diesem Beitrag beschreibe ich Schritt für Schritt, wie ich vorgegangen bin, welche Materialien und Werkzeuge ich verwendet habe und welche Fehler du vermeiden kannst.

Meine Idee und Planung

Die Ausgangslage: eine freie Wand von 60 cm Breite neben der Haustür. Ich wollte ein Regal, das Schlüssel, Taschen, Post und ein bisschen Dekoration aufnehmen kann. Wichtig war mir außerdem eine Sitzgelegenheit zum Schuheanziehen und eine stabile Oberfläche für Taschen oder Einkäufe. Schnell war klar: ein IKEA Besta-Element (60 cm breit) als Basis, kombiniert mit einer Sitzplatte und einer Rückwand-Lösung, würde das Problem ideal lösen.

Bevor ich loslegte, habe ich mir kurz einen Plan aufgeschrieben: Höhe etwa 100–120 cm, Sitzhöhe 45 cm, offene Fächer für Körbe und ein Hakenbrett für Mäntel und Schlüssel. So hatte ich beim Einkaufen alles dabei und nichts wirkte improvisiert.

Materialien und Werkzeuge

Ich habe bewusst Materialien gewählt, die einfach zu bekommen sind und ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Hier die Liste, die ich verwendet habe:

MaterialDetails
IKEA Besta60x64x38 cm (Breite x Höhe x Tiefe) — Grundelement
SitzplatteMultiplex oder Massivholz, 60 x 30 cm, abgerundete Kanten
Rückwand19 mm MDF oder Sperrholz, 60 x 100 cm
HakenleisteHolzleiste oder Metallleiste mit 4-6 Haken
Schrauben & Winkeleisenfür Befestigung von Sitzplatte und Rückwand
Farbe/LackAcryllack oder Holzöl (je nach Geschmack)
Optional: Kissen, Körbefür Komfort und Ordnung

Werkzeuge: Akkuschrauber, Bohrer, Wasserwaage, Maßband, Schleifpapier, Pinsel/Rolle und ein Cuttermesser. Falls du eine Stichsäge hast, kannst du Kanten anpassen — ich habe die Platten allerdings zuschneiden lassen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ich habe das Projekt in vier sinnvolle Abschnitte geteilt: Aufbau des Besta, Anfertigen und Montieren der Rückenplatte, Befestigung der Sitzplatte und schließlich die Feinarbeiten.

1. Besta aufbauen

Das Besta habe ich gemäß Anleitung zusammengebaut. Wichtig: die Rückwand des Besta nicht anschrauben, wenn du eine eigene Rückenplatte montierst — sonst wird es doppelt. Stelle das Besta an den vorgesehenen Platz und richte es mit der Wasserwaage aus. Ich habe es an der Wand mit den mitgelieferten Wandbefestigungen gesichert, falls Kinder oder Haustiere in der Nähe sind.

2. Rückwand anfertigen und montieren

Ich ließ eine MDF-Platte in der gewünschten Größe zuschneiden (60 x 100 cm). Diese Platte sorgt für einen sauberen Hintergrund, stabilisiert das Regal und bietet Platz für Haken. Die Platte habe ich mit Schrauben und kleinen Winkeleisen am Besta befestigt – drei Schrauben pro Seite reichen in der Regel. Achte darauf, die Schrauben so zu wählen, dass sie nicht durch das Möbelstück hindurchgehen.

3. Sitzplatte montieren

Für die Sitzfläche habe ich eine Multiplex-Platte (60 x 30 cm, 18 mm) verwendet. Ich runde die Kanten leicht mit Schleifpapier ab, damit es angenehmer ist, sich hinzusetzen. Die Platte wird mit Winkeln unterhalb des oberen Besta-Rands befestigt — die Winkel sitzen unsichtbar unter der Sitzfläche. Alternativ kannst du die Sitzplatte mit Schrauben von innen am Besta befestigen, wenn du es stabiler möchtest.

4. Hakenleiste und Ordnungssystem

Auf die Rückwand kamen 4 starke Haken (für Mäntel und Taschen) und eine schmale Ablageleiste für Schlüssel. Ich habe eine einfache Holzleiste benutzt und diese mit Schrauben an der MDF-Platte befestigt. Optional habe ich magnetische Schlüsselhaken verwendet – sehr praktisch, wenn man Schlüssel schnell greifen möchte.

Oberfläche und Gestaltung

Mir ist wichtig, dass ein Möbelstück nicht nur praktisch, sondern auch ansprechend aussieht. Ich habe die Sitzplatte mit einem matten Holzöl behandelt — das bringt die Holzmaserung schön zur Geltung und ist unempfindlich gegen Schmutz. Die MDF-Rückwand habe ich in einem warmen Grau lackiert, das gut mit der Wandfarbe harmoniert. Für einen modernen Look kannst du Kontrastfarben verwenden (z. B. dunkles Anthrazit für die Rückwand und helles Holz für die Sitzfläche).

Praktische Tipps aus der Praxis

  • Wenn du die Sitzhöhe anpassen willst: Standard-Sitzhöhe sind ca. 45 cm. Bei mir passt das gut für Erwachsene; für Kinder einfach niedriger planen.
  • Nutze Körbe in den offenen Besta-Fächern: Das schafft Ordnung und sieht aufgeräumt aus.
  • Vorbohren nicht vergessen: MDF und Multiplex splittern sonst leicht aus.
  • Wenn du keine Lust auf Schrauben siehst: starke Montagekleber in Kombination mit Winkeln kann Platz sparen.
  • Wenn du Haustierhaare hast, ist ein abnehmbares Sitzkissen praktisch — schnell zu waschen.

Fehler, die ich gemacht habe (und wie du sie vermeidest)

Ich habe am Anfang die Sitzplatte etwas zu weit nach vorne geplant — das wirkte optisch wuchtig und nahm Platz. Tipp: 25–30 cm Tiefe sind meist ausreichend. Außerdem habe ich zuerst die Rückwand nicht ordentlich ausgerichtet; das führte zu kleinen Lücken. Nimm dir Zeit mit dem Ausrichten und benutze zwei Klammern, um die Platte beim Schrauben zu fixieren.

Varianten und Erweiterungen

Je nach Bedarf kannst du das Grundkonzept erweitern:

  • Mit Beleuchtung: LED-Stripes unter der Sitzkante oder hinter der Rückwand sorgen für Atmosphäre und Licht beim Schuheanziehen.
  • Mehr Schubladen: Statt offener Fächer kannst du zusätzliche Besta-Fronten verwenden, um Schmutz zu vermeiden.
  • Schuhablage: Eine Metall- oder Drahtablage unter dem Besta kann Schuhe aufnehmen und ist gut belüftet.
  • Smart-Option: Eine kleine Ladestation für Handy und Schlüssel mit kabellosem Charger in der Sitzplatte einbauen.

Das Projekt hat mir gezeigt, wie viel Potenzial in einem einfachen Besta-Element steckt. Mit wenig Aufwand habe ich eine Lösung geschaffen, die praktisch ist, gut aussieht und genau auf meinen Alltag zugeschnitten ist. Wenn du willst, kann ich im nächsten Beitrag Maße, eine Einkaufsliste im Detail und eine Materialkostenschätzung posten — sag mir einfach, welche Variante dich interessiert.

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