Ich zeige dir hier, wie ich in knapp 20 Minuten ein herzhaftes veganes Glaslunch mit Quinoa und Tahin vorbereite, das bei mir problemlos bis zu drei Tage im Kühlschrank hält. Dieses Gericht ist eins meiner treuen Alltagshelfer: schnell, sättigend, voller Geschmack und ideal zum Mitnehmen ins Büro oder für entspannte Mittagspausen zu Hause.
Warum ich dieses Glaslunch so gern mache
Ich mag Gerichte, die wenig Aufwand brauchen und trotzdem nicht langweilig sind. Dieses Glaslunch kombiniert proteinreiche Quinoa, knackiges Gemüse, cremiges Tahin-Dressing und durch Fermente oder eingelegte Elemente eine spannende Säure. Am wichtigsten: es bleibt über mehrere Tage schön frisch, wenn man es richtig schichtet und lagert.
Zutaten (für 1 Glas / 1 Portion)
- 100 g gekochte Quinoa (ca. 40 g roh)
- 1 kleine Karotte, grob geraspelt
- 1/2 rote Paprika, gewürfelt
- 50 g Gurke, in Halbmonden
- 50 g Kichererbsen (gekocht oder aus der Dose, abgespült)
- 2 EL Tahin (Sesampaste)
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Sojasauce oder Tamari
- 1 TL Ahornsirup oder Agavendicksaft
- 1 kleine Frühlingszwiebel, fein geschnitten
- Frischer Koriander oder Petersilie nach Geschmack
- Salz, Pfeffer, Chiliflocken nach Geschmack
- Optional: eingelegte Rote Bete oder Sauerkraut für Säure
Was du vorab kochen oder vorbereiten kannst
Ich koche bei mir immer eine größere Menge Quinoa vor (z. B. 200–400 g), weil die Reste sich super für mehrere Portionen verwenden lassen. Quinoa koche ich im Verhältnis 1:2 mit etwas Salz — 12–15 Minuten köcheln lassen und 5 Minuten abgedeckt ziehen. Kichererbsen habe ich oft vorgekocht eingefroren oder benutze ein Glas aus dem Bioladen (z. B. von Alnatura oder dm Bio).
Schnelle Zubereitung in 20 Minuten
Die Zubereitung ist bewusst einfach gehalten — perfekt, wenn wenig Zeit ist:
- 2–3 Minuten: Gemüse waschen und schneiden (Karotte raspeln, Paprika würfeln, Gurke schneiden).
- 2 Minuten: Tahin-Dressing anrühren: Tahin mit Zitronensaft, Sojasauce, Ahornsirup und etwas Wasser verrühren, bis eine cremige, aber gießbare Konsistenz entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- 1 Minute: Quinoa auflockern und ggf. mit etwas Salz und einer Prise Kreuzkümmel würzen.
- 3 Minuten: Glas schichten (siehe weiter unten) und mit Kräutern bestreuen.
- Rest: Aufräumen und Glas verschließen — fertig in unter 20 Minuten.
Die richtige Schichtung für Frische (das Geheimnis für 3 Tage Haltbarkeit)
Die Reihenfolge im Glas entscheidet darüber, wie lange alles knackig bleibt. Ich achte auf diese Schichten:
- Unten: Tahin-Dressing — es wirkt als Barriere und gibt Geschmack.
- Dann: Kichererbsen oder andere proteinreiche, etwas feuchtere Komponenten.
- Darauf: Quinoa — sie bleibt trocken genug und nimmt etwas Dressing auf, ohne matschig zu werden.
- Weiter oben: Paprika und Karotte — robuste Gemüse, die nicht schnell Wasser ziehen.
- Oben: Gurke, frische Kräuter und empfindliche Zutaten wie Sprossen oder Avocado (Avocado nur am Tag des Verzehrs verwenden).
Durch diese Reihenfolge bleibt das Gemüse knackig und die Aromen verteilen sich erst beim Umrühren.
Tipps zum Lagern und Mitnehmen
- Ich nutze gerne Schraubgläser mit 500 ml Fassungsvermögen — sie sind stabil, luftdicht und passen in die meisten Kühltaschen.
- Kühlschranktemperatur ist wichtig: unter 5 °C ist ideal. Bei mir halten die Gläser so bis zu drei Tage — danach sinkt die Textur der Gurke und frische Kräuter werden müde.
- Falls du das Glas mitnehmen willst: Glas aufrecht transportieren und erst kurz vor dem Essen öffnen und durchmischen.
- Benutze feste Avocado-Alternativen (z. B. ein Löffel Hummus) wenn du das Glas für mehrere Tage vorbereiten willst.
Varianten und einfache Upgrades
Ich variiere gern, je nachdem, was im Kühlschrank ist. Hier ein paar Ideen:
- Statt Tahin: ein Zitronen-Vinaigrette mit Olivenöl und Senf.
- Mehr Protein: geräucherten Tofu (z. B. von Taifun) in Würfel schneiden und obenauf legen.
- Für mehr Schärfe: eingelegte Jalapeños oder Sambal Oelek.
- Wurzelmix: anstelle von Paprika kan Rote Bete (vorgekocht) für Farbe und Süße sorgen.
- Für Cremigkeit ohne Avocado: einen Löffel veganes Joghurt (Soja- oder Haferbasis) aufs Glas geben und separat einrühren.
Saisonale Ideen
Im Sommer mag ich viel frisches Blattgemüse und Tomaten. Im Herbst und Winter setze ich auf ofengeröstete Kürbiswürfel oder gebratene Champignons — die kombiniere ich aber meistens frisch am Tag des Verzehrs, da sie schneller an Textur verlieren.
Kleine Tabelle: Nährwerte (ca.-Angaben pro Portion)
| Nährstoff | Menge (ca.) |
|---|---|
| Kalorien | 450 kcal |
| Protein | 15–18 g |
| Fett | 18–22 g (abhängig von Tahin) |
| Kohlenhydrate | 50–55 g |
| Ballaststoffe | 8–10 g |
Was ich beim ersten Mal anders gemacht habe
Am Anfang habe ich alles einfach in eine Schüssel geworfen — das Ergebnis war okay, aber nach einem Tag war besonders die Gurke matschig. Seit ich die Schichtung nutze, bleibt alles deutlich frischer. Außerdem habe ich gelernt, dass zu viel Dressing unten das Glas durchweicht; daher achte ich jetzt auf eine cremige, nicht zu flüssige Konsistenz.
Rezept-Anpassungen für Allergiker
Wenn du gegen Sesam allergisch bist, ersetzt du Tahin durch Mandelmus oder Sonnenblumenkernmus. Bei Soja-Allergie nehme ich statt Sojasauce Kokos-Aminos. Für eine salzreduzierte Version reduziere ich die Sojasauce und würze mit zusätzlichen Kräutern.
Wie ich das Glas esse
Ich schüttele das Glas kurz, öffne es und rühre alles mit einer Gabel gut um. So verbinden sich Dressing, Quinoa und Gemüse zu einer frischen, sättigenden Mahlzeit. Manchmal streue ich noch geröstete Sesamsamen oder gehackte Nüsse drüber — ein kleiner Luxus, der richtig Spaß macht.